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blätterrauschen 'Gehölze'

GEHÖLZE

Der Sommer 2026 erreichte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) „Dimensionen, wie sie hierzulande bislang nicht beobachtet wurden”. Was sich hinter diesen knappen Worten verbirgt, ist gärtnernden Menschen wohl besonders gut erinnerlich: Vielerorts extreme Trockenheit, Wassermangel, Hitzerekorde und Waldbrände, wie wir sie bisher nur aus Südeuropa kannten.

Der menschengemachte Klimawandel bringt dramatische Veränderungen, denen wir nur begegnen können, wenn wir die Entwicklung nicht verleugnen, sondern analysieren, um dann möglichst effektiv zu handeln. Wolfgang Borchardt bringt es auf den Punkt: „Wer das vermeintlich ‚Heimische‘ konservieren will, hat den Klimawandel nicht verstanden“ – und damit befinden wir uns schon mitten im Schwerpunkthema dieser Ausgabe, denn Gehölze sind die am wenigsten mobilen Teile des Ökosystems. Sie sind also in besonderem Maß von den klimatischen Verschiebungen betroffen. Wie sinnvolle, konstruktive Lösungsansätze für die Zukunft aussehen können, zeigen uns Jürgen Bouillon und Eike Jablonski – mit durchaus Mut machender dendrologischer Expertise.

Darüber hinaus ist es blätterrauschen als Gartenkultur-Magazin aber vor allem ein Anliegen, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch in diesen Zeiten des Umbruchs die Freude an der faszinierenden, unverzichtbaren Vielfalt von Gehölzen nahezubringen. Neben besonderen, zukunftswürdigen Pflanzenempfehlungen ausgewiesener Expertinnen und Experten kommt durch Barbara Gerlach auch die Praxis nicht zu kurz. Und wer wollte auf so ein wichtiges, liebgewonnenes Gestaltungselement wie Hecken verzichten? Undenkbar für Günter Mader! Folko Kullmann stellt Piet Oudolf als Gehölz-Verwender vor, Oliver Kipp lehrt uns, Blütensträucher neu zu „sehen“, und das ästhetische Gartenkunstwerk L’Étang de Launay in der Normandie wird kaum jemanden unberührt lassen.

Hartwig Schepker stellt die einst berühmten, wiederentdeckten Genter Azaleen vor, die aufgrund ihrer naturhaften Ausstrahlung, delikaten Farben und robusten Gesundheit zu Recht eine Renaissance erleben. Renate Hücking erinnert an die bewegte Zeit der Pflanzenjäger. Eine ebenfalls historische, wenn auch nicht „pflanzbare“ Entdeckung ist die kostbare Schildbachsche Xylothek, die es im Kasseler Ottoneum zu bewundern gibt. Und wer Jörg Pfenningschmidts (voraussichtlich erfolgreichen) Angriff auf die Lachmuskeln heil überstanden hat, wird auch in unseren Rubriken Interessantes und Wissenswertes entdecken.

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